Ali schreibt andauernd, daß ich ein Frosch bin, dazu kann ich nur sagen daß er ein großer Quatschkopf ist, denn zur Zeit als er den letzten „Brief“ schrieb war ich anderweitig (mit Holländerinnen) beschäftigt.
Aber wir wollen uns in unseren „Briefen“ nicht gegenseitig schlecht machen, sondern von der Fahrt berichten.
Zur Zeit liege ich auf einem Campingplatz in er Nähe von Inverness und warte auf die anderen. Heute Vormittag sind wir, nachdem wir gefrühstückt hatten, von Glenmore nach Avienmore aufgebrochen.
Dort trafen wir zwei von den Mädchen mit denen wir gestern Abend gesungen hatten. Wir aßen mit ihnen zu Mittag. Mit wir meine ich Klaus, Ali und mich. Die beiden Mädchen erzählten, daß sie nächstes Jahr nach Berlin kommen werden und Klaus gab ihnen seine Adresse.
- Ali hat sich übrigens die Adresse von einer der beiden Holländerinnen, mit denen ich gestern beschäftigt war, geholt.-
Aber weiter, nachdem zum Abschluß noch Bilder von einander gemacht wurden, gingen wir zum Bus und die Mädchen versuchten, weiter zu trampen.
Wir fuhren mit dem Bus dann nach Inverness, wo die Widnkinder mit Karu einen Zeltplatz suchten, besser gesagt zum Campingplatz gingen und dort einen Platz reservierten. Darauf gingen alle außer mir nach Inverness, um sich die Stadt an zu sehen. Ich blieb zurück, da es mir schlecht geht und da einer auf die Sachen aufpassen muß.
Da ich noch Zeit habe werde ich auch noch von gestern berichten, da Ali darüber wenig geschrieben hat -ach ja, wir wollten uns ja nicht gegenseitig schlecht machen, also ich nehme alles zurück.-
Nachdem wir aufgestanden waren, wuschen wir uns und gingen in die Herberge zum essen. Ali hatte schon erwähnt, daß Mädchen dort unterkamen, wir schliefen in einer Kirche. Nach dem Essen säuberten Helga, Christa, Horst und ich die Küche. Wir sangen dabei alte Volkslieder, diese gefielen dem Herbergsvater und einer alten Dame, die dem Deutsch-Schottischen-Freundschaftsverein angehört, so gut, daß wir gebeten wurden, am Abend für alle zu singen.
Als die Küche sauber war gingen wir in einen Tea-Shop (wie bereits erwähnt), dort wurden wir jedoch bald hinausgeworfen, da wir Briefe schrieben. Als wir jedoch später wieder kamen waren die Leute sehr freundlich zu uns übrigens hatte der Wirt gesagt, daß er gerne Hajo ein mal im Dunkeln begegnen würde.
Doch weiter. Wir wissen nicht wie es kam, aber wir trafen uns alle in der Kirche wieder. Dort schrieben wir unsere Briefe zu Ende, nachdem wir den Ofen mit Geld wieder im Gang gebracht hatten.
Bald darauf trennten wir uns wieder. Einige gingen auf den Berg, um Schnee zu sehen, andere sonnten sich und wieder andere verspürten schon wieder – oder immer noch – Hunger.
Um 7:00 trafen wir uns zum gemeinsamen singen. Anfangs sangen wir alleine, doch bald gesellten sich immer mehr Engländer und auch die bereits erwähnten Holländerinnen zu uns.
Nach dem Singen gingen wir gleich ins Bett. Im Einschlafen hörte ich noch, daß Nöck sein Kissen kaputt gemacht hatte und die federn nun auf dem Boden lägen.
So das wär´s. Ich werde jetzt aufhören und ein bisschen versuchen, zu dösen.

Ulf
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