29.7.65 - Ali

29.7.65

Es war schon der 29. als wir uns hinlegten aber da alle sehr müde waren schliefen wir sofort ein. Um halb zwei besuchte uns noch ein Bobby (mit Fahrrad). Klaus hat ihn „höfflichst“ (in dem er den Finger auf den Mund legte) ruhig zu sein. Daraufhin zog der Bobby wieder los zum Frühstück, nach dem die beiden „fremden“ Mitschüler abgezogen waren, gab es die übriggebliebenen Stullen, ein Brötchen und Milch.
Nachdem wir uns für sixpence gewaschen hatten, gaben wir unser Gepäck in „Victoriastation“ ab. Jeder bekam von unserm sehr freundlichen Kassierer Rolli 10 Schillinge für Mittagessen und Abendbrot ausgezahlt. Um 11:00 trafen wir wieder mit unseren Englischen Kameraden zusammen, die uns schon am Abend vorher geholfen hatten. Paul und Rodger führten uns zuerst zur St. Pauls Kathedrale. Die meisten besuchten für 2 Schillinge die Whispering-Galerie und die Stone-Galerie. Einige sollen sogar die Golden Galerie oder die Krypta besucht haben.





Dann liefen wir zum Tower. Für -,1,6 konnten wir Beaf-eaters und Irish-Guards bewundern. Außerdem durften wir noch das Armouries-Museum bewundern. Ansonsten war es „to overcrowded“. Vor dem Tower aßen wir Eis für -,2,- obwohl man die gleiche Menge sonst für -,-,6 bekommen konnte. Auf dem Weg zu unserem Treffpunkt begegneten wir einem Schreihals, der seinen Kameraden in einem Sack steckte, mit Ketten einwickelte und zwischen diese zu allem Überfluß noch zwei Säbel steckte. Dann ging er mit seinem Klingelbeutel herum, um Geld einzusammeln. Aber die Kupfermünzen schienen ihm zu wenig zu sein. Er verlangte, daß wir (die Zuschauer) noch einige (oder besser viele) Silbermünzen in den Kreis werfen, bevor er mit der Vorstellung beginne.
Nöck, Claudius und Karu lachten sich noch zwei Londoner Mädchen an, währen sich Hajo, Rolli und Klaus den ganzen Tag um Quartier und Busse nach Schottland bemühten hatten. Wir kamen dann in einer von der YMCA für die Ferien umgebauten schule unter. Das Heim war fast nur von Deutschen belegt.



Ali

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